Freitag, 11. Juni 2010

Die Fußball-WM live am Arbeitsplatz

Am Freitag um 16 Uhr geht's endlich los: Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika startet mit dem Auftakt-Match des Gastgebers gegen Mexiko; am Sonntag greift die deutsche Mannschaft ins Geschehen ein. Da Südafrika in der gleichen Zeitzone wie Zentraleuropa liegt, beginnen einige Partien in der Arbeitszeit, auch eines der deutschen Gruppenspiele. Aber auch wer zu den Spielzeiten arbeitet, muss kein Tor verpassen – dafür plädieren sogar Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und DGB-Chef Michael Sommer.

Die Fußball-WM ist hierzulande nicht nur erstmals im Free-TV komplett in HD empfangbar, sondern lässt sich auch im Internet live und kostenlos verfolgen: Die ARD zeigt ihre Spiele auf sportschau.de; 22 Partien der Gruppenphase und das Spiel um Platz 3 streamt die ARD auf jeden Fall. Wie es ab dem Achtelfinale aussieht, steht noch nicht fest – tagesaktuelle Informationen finden Sie hier. Neun Spiele – sechs aus der Gruppenphase, zwei Achtelfinal- und ein Viertelfinalspiel – hat sich der Kölner Privatsender RTL gesichert. Die Spiele streamt dessen Sportportal sport.de. Alle anderen Partien zeigt das ZDF live in seiner Mediathek. Alle Sender-Portale runden ihre Berichterstattung mit Live-Tickern zu allen Partien, Hintergrundberichten und aktuellen Informationen rund um die teilnehmenden Mannschaften ab. Die Spiele der deutschen Nationalmannschaft laufen übrigens ausschließlich auf den öffentlich-rechtlichen Programmen:

Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft
Datum Uhrzeit Gegner Streaming auf
13. Juni, Sonntag 20.30 Uhr Australien www.sport.zdf.de
18. Juni, Freitag 13.30 Uhr Serbien www.sport.zdf.de
23. Juni, Mittwoch 20.30 Uhr Ghana www.sportschau.de

Wer aufgrund früherer Erfahrungen befürchtet, bei den Videostreams den Ball vor lauter Blockartefakten nicht mehr zu sehen, kann beruhigt sein: Sportschau.de streamt gleich in drei Qualitätsstufen: 512 × 288 Bildpunkten mit 576 kBit/s (wahlweise Flash oder Windows Media), 960 × 544 Bildpunkte mit 1,7 MBit/s (wahlweise Flash oder Windows Media) und sogar erstmals einzelne Spiele in High Definition mit 1280 × 720 Bildpunkten bei rund 3 MBit/s (Flash).

 

Das Zweite streamt unabhängig vom gewählten Format (Flash, Windows Media oder QuickTime) eine Auflösung von 688 × 384 Bildpunkten bei einer Datenrate von rund 1,5 MBit/s – anders als bei den Olympischen Winterspielen wird es leider keine HD-Streams geben. RTLs Sport.de liefert immerhin 512 × 288 Bildpunkte als H.264-kodiertes Flashvideo mit 728 kBit/s.


 

Sollten die Server der Fernsehsender überfüllt sein, können Fußball-Fans auf den Streaming-Dienst Zattoo ausweichen. Nach einmaliger kostenloser Anmeldung können Sie über den Flash-basierten "Zattoo Web Player" die von ARD und ZDF übertragenen Spiele im Browser anschauen – allerdings reicht die Qualität der kostenlosen Variante nicht an die anderen Streaming-Angebote heran; für 2 Euro kann man einen Monat lang "HiQ"-Kanäle buchen, die deutlich schärfer in der Auflösung 576 × 528 (anamorph) gestreamt werden. Anders als in der Schweiz, Zattoos Heimatland, fehlt RTL in Deutschland.
Einen Nachteil des Fußball-Streaming haben alle Angebote gemein: Sie arbeiten mit einer Bildwiederholrate von 25 Vollbildern/s, während die Spiele im Fernsehen mit 50 Halbbildern/s (Das Erste, ZDF, RTL HD) oder 50 Vollbildern/s (Das Erste HD, ZDF HD) ausgestrahlt werden. Dadurch halbiert sich die zeitliche Auflösung – Bewegungen wirken etwas ruckelig, vor allem Schwenks stören. Um kein Tor zu verpassen, reicht es aber allemal.

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