Samstag, 12. Juni 2010

England USA Fifa 2010

England rennt vergeblich gegen die USA an

Die favorisierten Engländer müssen kurz vor der Pause den Ausgleich hinnehmen. Trotz bester Chancen in der zweiten Hälfte gelingt kein zweiter Treffer.

98627984 
 
US-Vizepräsident Joe Biden hatte das US-Team vor dem Spiel gegen England in der Kabine besucht und ihm beste Wünsche von Präsident Barack Obama bestellt - doch es half nichts: Nach nur 213 Sekunden spielte sich Emile Heskey an der Strafraumgrenze frei und passte auf Kapitän Steven Gerrard, der schneller als der Frankfurter Ricardo Clark war und alleine vor US-Torhüter Tim Howard vollstreckte.
 
Das 17. Länderspieltor des Liverpool-Profis war der bislang schnellste Treffer bei der WM-Endrunde in Südafrika. Englands große Hoffnung Wayne Rooney hatte zuvor den Ball auf Sturm-Partner Heskey weitergeleitet. Mit der Führung im Rücken schaltete der Weltmeister von 1966 einen Gang zurück und ließ den USA Raum. Clint Dempsey nutzte das per Kopf zur ersten Chance, scheiterte aber an Torwart Robert Green, der den Vorzug vor David James erhalten hatte. 
 
Wenig später hatte Jozy Altidore nach Flanke des Bayern-Flops Landon Donovan ebenfalls per Kopf die Ausgleichs-Chance, doch sein Versuch landete knapp neben dem Tor. Donovan und seine Kollegen, darunter auch die Bundesliga-Profis Michael Bradley (Borussia Mönchengladbach) und Steven Cherundolo (Hannover 96), blieben dran.  

Wenn es für die USA gefährlich wurde, dann meist über rechts, wo Carlos Bocanegra gegen Aaron Lennon einen schweren Stand hatte. Links kam James Milner gegen Cherundolo kaum zum Zug - Teammanager Fabio Capello tauschte ihn nach 30 Minuten gegen den offensiveren Shaun Wright-Phillips aus. Doch es waren die USA, die im Angriff glänzten: Clint Dempsey zog aus gut 25 Metern einfach mal ab - der englische Keeper als solcher patzt ja gerne mal - und hatte damit Glück. Green ließ den harmlosen Schuss zum 1:1 durchrutschen (40.). 
 
Vor dem ersten WM-Spiel in Rustenburg war es auf der Anfahrt und rund um das Stadion zu teils chaotischen Szenen gekommen. Die Organisatoren waren mit dem Zuschaueraufkommen für das Spiel völlig überfordert. Bereits auf der Anfahrt über Pretoria standen die anreisenden Besucher in zum Teil kilometerlangen Staus, weil die Mautstellen auf der Autobahn jedes Fahrzeug einzeln abfertigten.
Auch rund um das knapp 40.000 Zuschauer fassende Royal Bafokeng Stadium herrschte ein heilloses Durcheinander. Einweiser und Ordner waren nicht in der Lage, die anreisenden Zuschauer zu Parkplätzen oder Eingängen zu dirigieren. Das Stadion liegt etwa 12 km außerhalb der Stadt und ist nur über eine einzige Zufahrtsstraße zu erreichen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen